Austrian Annual Report Award 2004: Österreichs beste Geschäftsberichte

trend prämiert heimische Aktiengesellschaften mit dem Austrian Annual Report Award für die aussagekräftigsten Geschäftsberichte 2003. Das Ergebnis zeigt: Die Company Reports haben den Sprung an die Weltspitze geschafft.

Die Bestätigung aus den USA: trend wirkt. Seit mehr als einem Jahrzehnt bewertet Österreichs führendes Wirtschaftsmagazin jährlich die Geschäftsberichte der börsenotierten Unternehmen. Aus einem „einfachen“ Wettbewerb mit knapp bemessener Jury wurde ein hochprofessionelles, nach wissenschaftlichen Methoden durchgeführtes Ranking, an dem nun auch nicht notierte Unternehmen und Non-Profit-Organisationen teilnehmen.

Der erzieherische Effekt dieses Wettbewerbs ist inzwischen auch auf der internationalen Bühne unübersehbar: Bei der „Oscar-Nacht der Geschäftsberichte“ am 9. September im New Yorker Hotel Ritz Carlton – dem weltweit meistbeachteten Event in diesem Bereich – heimsten österreichische Unternehmen gleich drei der insgesamt 35 „Grand Awards“ ein: bauMax erhielt die „Non Traditional“-Auszeichnung für den originellsten Bericht, Porr wurde für „Cover Design“ und „Interior Design“ prämiert. „Der trend-Geschäftsberichts-Wettbewerb hat in Österreich da vieles bewirkt“, bestätigt Dagmar Lang, als Pressesprecherin des Wiener Flughafens selbst mehrfache Österreich-Siegerin und nach ihrem Wechsel in die Geschäftsführung der Manstein-Verlagsgruppe erstmals im Jurorenteam. So wurde der Grundstein für den Erfolg der Österreicher in New York mit dem trend-Austrian-Annual-Report-Award (AAA) gelegt.

Weiter verfeinert wurde die Methode, nach der die Berichte bewertet werden. Neue, prominente und kompetente Juroren – darunter die ehemalige Grün-Abgeordnete Monika Langthaler, die sich nach Beendigung ihrer politischen Karriere dem immer wichtigeren Thema Nachhaltigkeit (soziale Verantwortung und Umweltbewusstsein der Unternehmen) widmet – sorgen für ein breiteres Spektrum in der Beurteilung. Erstmals kommen auch zusätzlich ein Kleinaktionärsvertreter – Peter Goller, der in der Raiffeisenlandesbank Tirol mit Anlegerklubs zu tun hat – und institutionelle Anleger (Elisabeth Staudner und Jürgen Lukasser von der Constantia KAG) zu Wort.

Grundlage für die Bewertung ist wie in den vergangenen Jahren die Vorauswahl des Instituts für Controlling und Unternehmensführung an der Grazer Karl-Franzens-Universität. Auch Institutsvorstand Karl Wagenhofer, Österreichs „Controlling-Papst“ und AAA-Mitarbeiter der ersten Stunde, registriert die ständige Qualitätsverbesserung: „Es gibt kaum noch Ausreißer, die Ergebnisse sind insgesamt schon sehr gut.“

Dicke Wälzer. Das Lesevergnügen hat durch diese Bemühungen nicht unbedingt zugenommen – die Geschäftsberichte sind wieder ein wenig dicker geworden, aber auch informativer. „Ich finde hier wesentlich detailliertere Informationen als bisher“, registriert Robert Reiter von der KPMG, der den Gestaltern insgesamt ein gutes Zeugnis ausstellt. „Dort, wo ich es beurteilen kann, haben sich Transparenz und Offenheit wesentlich verbessert. Man berichtet ganz offen über gute, aber auch weniger gute Details.“

Andererseits aber bemühen sich einige Unternehmen offensichtlich wieder um mehr Lesbarkeit. „Die Berichte werden magaziniger“, formuliert es Dominik Cofalka, einer der Initiatoren der Methode, nach der die Berichte bewertet werden.

Wie bisher wurde die Bewertungsmethode auch in diesem Jahr verbessert: Da verschiedene Zielgruppen und selbst Leser aus einer Zielgruppe ein und denselben Bericht aus völlig unterschiedlichen Perspektiven betrachten können, hatten die Juroren diesmal die Möglichkeit, aus einem vorgegebenen Kriterienkatalog zu wählen und diesen Kriterien auch die ihnen angemessen erscheinenden Gewichtungen zu geben. Damit wurde das Ergebnis zwar noch „anwendernäher“ – doch eine Revolution löste das noch lange nicht aus: Sieger und Top-Gereihte sind bekannte Namen. Deutlich verbessert hat sich die Möglichkeit, Berichte online zu konsumieren, auch hier nimmt die Professionalität zu.

Die Trends für die nächsten Jahre zeichnen sich auch schon ab. „In den USA ist eine starke Hinwendung zur Emotion zu registrieren. Es geht darum, die Kernaussage, die das Unternehmen mit dem Bericht transportieren will, in Sekundenschnelle zu vermitteln“, berichtet Cofalka vom New Yorker Geschäftsberichts-Event. „Nach so einem Bericht würde man sogar greifen, wenn er im Wartezimmer eines Arztes liegt.“

Recht gut geglückt ist die Umsetzung dieses neuen Trends teils jetzt schon in den Berichten der nicht notierten Unternehmen. Hier findet sich jedenfalls interessanter und anspruchsvoller Lesestoff. Und der Bericht der BA-CA kann durchaus auch als Management-Lehrbuch herhalten.

Selbst kleinere Unternehmen schaffen den Sprung in die Oberliga der Top-20-Geschäftsberichte. Der Bericht der SW Umwelttechnik zeigt, dass nicht nur die ganz Großen imstande sind, Großes zu leisten. Die frühe Ostöffnung sowie die Ausrichtung auf Ethik-Investoren sind Storys, die auch den Geschäftsbericht des Kärntner Unternehmens zu einer interessanten Informationsquelle machen.

Avaaz sammelt nicht nur online Millionen von Unterschriften, sondern begleitet seine Kampagnen oft mit öffentlichen Aktionen. In vielen Fällen, gerade bei globalen Anliegen, ist das von Erfolg gekrönt.
 

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