Parship für Headhunter: Wenn der Computer die Auswahl übernimmt

Wenn Unternehmen und Kanditat machen, wird ein Interview vereinbart.

Wenn Unternehmen und Kandidat matchen, wird ein Interview vereinbart.

Es ist der Horror jedes Headhunter, der auf seine profunde Expertise schwört: Ein Computer, der die Vorauswahl der Kandidaten übernimmt. Genau das ist das Geschäftsmodell des Heidelberger Startup Instaffo. Wie so etwas funktioniert und welche Branchen im ersten Schritt im Fokus stehen.

Matching-Points ähnlich Parship

Es ist ähnlich wie bei der Dating-Plattform Parship: Zwei suchen einander, haben bestimmte Vorstellungen was der jeweils andere für Eigenschaften mitbringen soll, wenn man auch noch gehaltsmäßig matcht, wird man einander vorgeschlagen. Genau auf diesem Prinzip beruht auch Geschäftsmodell des Heidelberger Startups Instaffo, nur auf Firmen gemünzt. Das Hirn des Unternehmens bildet ein Matching-Algorithmus, der die Karriereziele der Kandidaten und die Anforderungen der Unternehmen per Computer zusammenführt. Wer ein anonymisiertes Profil mit Qualifikationen und Positionen hinterlegt, erhält bei einem Match zu einer Stelle eine direkte Einladung zum Interview. Das Angebot richtet sich an Professionalisten, Experten und Executives, die aktiv oder inaktiv auf der Suche nach einem Job sind, und an Unternehmen, die gezielt nach Kandidaten für ihre Wunschprofile suchen.

Anonyme Suche nach Führungspositionen

Bei Instaffo übernimmt ein komplexer Algorithmus die erste Auswahlrunde der Kandidaten. Daniel Schäfer, der 29-jährige Instaffo-Gründer: "Unser automatisierte Auswahl kostet einen Bruchteil dessen was ein Headhunter verlangt." Unternehmen sollen durch die automatisierte Vorauswahl nicht nur viel Zeit, sondern auch Geld und sollen zudem geeignete Kandidaten präsentiert bekommen. Zöller: "Unser Matching-Algorithmus gleicht Karrierewünsche und Stellenbeschreibung anonymisiert ab“, sagt Schäfer, der gemeinsam mit Christoph Zöller das Unternehmen gegründet hat.

Billig-Headhunter: All-Inclusive-Service zum Spezialpreis

Instaffo übernimmt von der Vorauswahl bis zur Interview-Vereinbarung sämtliche Serviceleistungen ohne dass ein herkömmlicher Headhunter nötig ist. Das Service des vollautomatischen Headhunters: Dieser screent laufend die Angebote für Kandidaten und Unternehmen. Die Kandidaten finden keine Stellenanzeigen, sondern erhalten anonymisierte Profile mit konkreten Vorschläge für ein Interview zu einer Position, die auch den Wünschen für den nächsten Karriereschritt entspricht.

Klassische Bewerbung kosten High Potentials zu viel Zeit


Von der automatischen Suchen nach den besten Köpfen sollen nicht nur Unternehmen profitieren, sondern auch Bewerber. High Potentials sind meist in fixen Arbeitsverhältnissen und dort voll im Einsatz und haben daher nicht die Zeit herkömmliche Stellenausschreibungen zu durchforsten. Eine regelmäßige Stellensuche scheiden daher aus. "Umfragen zeigen, dass diese Kandidaten trotzdem offen für Neues sind, wenn das Angebot ihren beruflichen Zielen entspricht", erläutert Schäfer. "Für sie hat sich mit der automatisierten Jobsuche die aufwendige Stellensuche erübrigt", sagt Gründer Schäfer.

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