Karriere: Aufgaben zählen mehr als Top-Position

Karriere: Aufgaben zählen mehr als Top-Position

Karriere zu machen bedeutet nicht immer, zu Chef sein.

Karriere zu machen muss nicht bedeuten, im Chefsessel zu sitzen. Für viele Arbeitnehmer ist es wichtiger, an spannenden Projekten beteiligt zu werden als Führungskraft zu sein.

Karriere, was ist das eigentlich? Hat "Karriere zu machen" das Ziel, im Chefsessel zu sitzen? Bedeutet es, möglichst viel Geld zu verdienen? Oder gibt es möglicherweise andere Faktoren, die Arbeitnehmern noch wichtiger sind? Das Online-Jobportal karriere.at ist dieser Frage nachgegangen und hat ein Stimmungsbild unter Arbeitnehmern erstellt.

Die Antwort auf die Frage fällt ziemlich eindeutig aus. Für mehr als die Hälfte der Befragten (53 Prozent) bedeutet "Karriere" schlichtweg, möglichst interessante Aufgaben zu haben. Damit stellt diese Gruppe die Mehrheit dar. Für nicht einmal halb so viele (22 Prozent) ist Geld, also mehr Gehalt ausschlaggebend. Nur 13 Prozent definieren den hierarchischen Aufstieg als Hauptziel ihrer Karriere. Für fast ebenso viele (12 Prozent) ist dagegen Individualität der bestimmende Faktor. Sie wollen über kurz oder lang selbstständig werden und ihr eigener Chef sein.

Job als Herausforderung

Das Umfrageergebnis überrascht nicht“, kommentiert Jürgen Smid, geschäftsführender Gesellschafter von karriere.at: „Für Arbeitnehmer sind Beruf und Privatleben immer seltener zwei voneinander getrennte Welten. Der Job wird als integraler Teil des Lebens gesehen und muss in seiner Gesamtheit zur Person und deren Privatleben passen. Gerade junge Menschen wollen mit ihren Aufgaben wachsen und die Chance vorfinden, sich weiterzuentwickeln.“

Das stellt natürlich auch Arbeitgeber vor die Herausforderung, interessante Karrierewege für alle Mitarbeiter zu bieten: „Nicht jeder High-Potential strebt automatisch eine Führungskarriere im klassischen Sinn an. Immer mehr Unternehmen bieten ihren Mitarbeitern auch die Möglichkeit, sich in sogenannten Expertenkarrieren zu verwirklichen, in denen Mitarbeiter Verantwortung über bestimmte Fachbereiche erhalten und sich so – natürlich auch verbunden mit entsprechender Vergütung – weiterentwickeln können.“

Karrieren

Karriere 2017: Jeder Zweite ist am Absprung

Wirtschaft

Einkommensbericht: Die Gehaltsschere geht weiter auf

Karrieren

Die schlimmsten Fehler bei Weihnachtsfeiern