Die Top 500!
Österreichs erfolgreichste Unternehmen
- Von Markus R. Leeb
Während die aktuellen Jahresbilanzen der größten heimischen Unternehmen ernüchternd wirken, geben die ersten Quartalszahlen 2010 Anlass zu Optimismus. Doch das Konjunkturpflänzchen blüht
noch sehr zart, und von Europas Staatsbudgets geht Gewitterwarnung
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Die Bilanz liegt auf dem Tisch und spricht eine deutliche Sprache. Mit einem Minus von 3,6Prozent ist das österreichische Bruttoinlandsprodukt2009 spürbar geschrumpft die schlimmste Rezession in der Zweiten Republik. Am schwersten wiegt folgende Tatsache: Seit Beginn der Krise gingen75.000 Arbeitsplätze verloren. Und die Rückgänge ziehen sich wie ein roter Faden durch die aktuellen Jahresergebnisse der500 größten Unternehmen des Landes. Der Lichtblick: Es geht schon wieder aufwärts. Nach dem Problemjahr 2009 _ el das erste Quartal bei zahlreichen Unternehmen angefangen beim Mineralölkonzern OMV als Nummer eins besser aus als erwartet. Die Wirtschaft wächst. Zwar auf bescheidenem Niveau und mit vielen Unsicherheiten, aber immerhin. Die Fragen nach der Konsolidierung des heimischen Staatshaushalts, nach der Stabilität der EU und des Euro sowie nach der Geschwindigkeit der globalen Konjunkturerholung sind noch unbeantwortet. Die Bosse der größten Unternehmen des Landes sind vorsichtig bis optimistisch. Kaum einer wagt abermittel- bis langfristige Prognosen. Das führt dazu, dass rege Investitionstätigkeit, die für einen starken Aufschwung benötigt wird, vorerst noch ausbleibt.
Gut gemeistert. Wehklagen sind jedoch nichtangebracht. Immerhin haben wir das vierte und bislang schlimmste Krisenjahr seit1945 hinter uns gebracht. Die Rückgänge1975, 1978 und 1981 waren zwar deutlichmoderater als 2009. Trotzdem wurden diesmal Lebensstandard und Lebensqualität nicht wesentlich beeinflusst. Das lag sowohl am guten Management der großen Unternehmen die sofort reagierten und den Kursneu justierten, als auch an der Politik, die zu teilweise kostspieligen Sofortmaßnahmenbereit war. Beide Seiten haben sich in der ersten und maßgeblichen Phase der Rezession bewährt. Österreich blieb ein Land wohlhabender Bürger, abgesichert durch ein engmaschiges Sozialnetz.
Anstieg der Arbeitslosenrate. Zu engmaschig möglicherweise: Jedenfalls ist die Finanzierbarkeit des Sozialstaats angesichts des weit klaffenden Budgetlochs ein großes Thema. Fest steht, dass 2011 rund 3,4Milliarden Euro eingespart werden sollen, um das Haushaltsdefizit auf immer noch hohe vier Prozent des Bruttoinlandsprodukts zu senken. Um wie viel Steuern erhöht und Ausgaben reduziert werden, steht noch nicht fest. In welchem Umfang diese Maßnahmen die Konsum- und Investitionsnachfragedämpfen oder über eine Verringerung der Sparquote der privaten Haushalte abgefangen werden, kann erst nach ihrer Konkretisierung abgeschätzt werden, meint Konjunkturforscher Markus Marterbauer vom Wirtschaftsforschungsinstitut.Entscheidend sind hier die Wirkungen auf die Verteilung der Einkommen und die Erwartungen von privaten Haushalten und Investoren, so der Experte. Für Österreich rechnet er mit einem Konjunkturwachstum von 1,3 Prozent im Jahr 2010 und einem Plus von 1,4 Prozent2011. Die Zahlen bedeuten aber einen weiteren Anstieg der Arbeitslosigkeit. Diese nimmt nämlich bei einem Wirtschaftswachstum, das weniger als 1,5 bis 2,0Prozent beträgt, weiter zu. Darum prognostiziert Marterbauer einen Anstieg der gemeldeten Jobsuchenden auf 360.000 Personen bis 2011, wobei hier die Arbeitslosen in Schulungsmaßnahmen mitgezählt werden. Dies entspricht einer Arbeitslosenquote von 7,7 Prozent der unselbstständigen Erwerbstätigen. Und das wären rund100.000 Arbeitslose mehr als noch im Jahr 2008.
Reformstau.
Bislang schwächte die kräftige Ausweitung des Budgetdefizits die Rezession in Österreich ab und bremste die Arbeitsplatzverluste, bemerkt Wirtschaftsforscher Marterbauer. Nun wird aber die weitere Finanzierbarkeit der staatlichen Programme vor dem Hintergrund der dringend notwendigen Budgetkonsolidierung ein immer größeres Problem. Und dabei stellen die Experten unserer Politik kein so gutes Zeugnis aus wie bei der Bewältigung der Krise im vergangenen Jahr. Während die Einleitung von Sofortmaßnahmen zur Konjunkturstützung hauptsächlich mit höheren Ausgaben verbunden war, sind jetzt Einsparungen und Steuererhöhungen notwendig, was von den betroffenen Wählergruppen als höchst unpopulär empfunden wird. Wenn jeder seine Klientel und sein Revierverteidigt, dann geht das nicht zusammen, warnte jüngst der Chef des Wirtschaftsforschungsinstituts(Wifo), Karl Aiginger. Es gibt die Möglichkeit, so weiter zu wursteln wie bisher, fand der Volkswirt ungewohnt scharfe Worte für das Verhalten der Politik. Wenn man so weitermache, werde unintelligent gespart. Das kostet Arbeitsplätze, und dann fehlt das Geld für die Zukunft, so Aiginger. Er fordert einen nationalen Zukunftspakt, der vor allem als feste Basis für Strukturreformen dienen sollte. Um diesen Pakt zustande zu bringen, sollen Bund, Länder, Gemeinden und Sozialpartner an einen Tisch kommen. Insbesondere sprach er die mangelnden Fortschritte bei der Verwaltungsreform an. Um die kommenden Aufgaben zu bewältigen, müsse die Regierung einen Verhandlungsprozess vorbereiten, in den eben alle Länder und Sozialpartner einbezogen werden.
Vier Milliarden Euro Potenzial.
Bis zu vier Milliarden Euro könnten in Österreich laut Aiginger durch Reformen eingespart werden. Als Beispiele nennt der Wifo-Chef einneues Haushaltsrecht für die Länder sowie einen Verzicht auf unnötige Infrastrukturprojekte wie den Koralmtunnel. Große Sparpotenziale ortet Aiginger zudem im Spitalsbereich. Auf der Einnahmenseite schlägt der Wirtschaftsexperte höhere Vermögensteuern sowie eine Ökologisierung des Steuersystems vor. Was Aiginger an den bislang bekannten Sparplänen der Regierung nicht gefällt, sind Ausgabenkürzungen in den Bereichen Bildung und Forschung. Bis 2012 sollen laut Vorhaben der Politik die Ausgaben für Unterricht von 7,66 auf 7,61 Milliarden Euro und jene für Wissenschaft und Forschung von 3,74 auf 3,68 Milliarden Eurozurückgeschraubt werden, was auf Kritik stößt. Ein neues Schulsystem sei mit geringeren Investitionen nicht zu realisieren. Eine Forschungsquote von 3,7 Prozent sei mit nominell sinkenden Ausgaben nichthaltbar und sowieso zu gering. Notwendig wäre ein weiterer Anstieg der Investitionen um fünf Prozent. Stillstand ortet Aiginger in der Verwaltungsreform-Arbeitsgruppe, die im Vorjahr installiert wurde. Aiginger, selbst Mitglied dieser Expertengruppe, verrät die Funktionsweise: Wir sagen, was gemacht werden kann. Das Finanzministerium ist meistens dafür, aber die Länder sagen dann, dass das eh schon gemacht wurde, dass das nicht geht oder dass sie es anders machen wollen. Tatsächlich gehe nichts weiter, zumal die Vertreter aus Wien und Niederösterreich nicht für die anderen Länder sprechen würden. Den Ländern muss endlich klargemacht werden, dass sie letztendlich von Reformen profitieren, so Aiginger. Als günstiges Zeitfenster sieht der Wirtschaftsforscher den Herbst, wenn die Wahl in der Steiermark geschlagen ist. Denn dann gibt es rund zwei Jahre lang keine politische Wahl, und daher sei mit konstruktiverer Teilnahme zu rechnen. Es muss jeder schon jetzt schauen, wo er nachgeben kann, sagt Aiginger. So könnten die Sozialpartner beispielsweise ein früheres Auslaufen der Hacklerregelung im Abtausch für mehr Investitionen in die Weiterbildung der Arbeitskräfte vereinbaren. Auch der Bund werde in vielen Bereichen nachgeben müssen und könne nicht nur auf die Länder verweisen.
Ruf nach Änderungen.
Der Wifo-Chef ist bei Weitem nicht der Einzige, der einschneidende Reformen einfordert. Der frühere Finanzminister Hannes Androsch zählt hier zu den strengsten Mahnern. Er zeigt gerne auf, wo und wie wir über unsere Verhältnisse leben. Androsch beziffert das Sparpotenzial in der gesamten Verwaltung gar mit 20 Milliarden Euro. Auch ermeint, dass es einen nationalen Schulterschluss, einen Big Deal geben muss, um das Potenzial effizient zu heben. Androsch fordert die Politik zu mehr Mut auf. Die Wahrheit ist den Menschen zumutbar, so der ehemalige Vizekanzler. Wenn man den Menschen erkläre, welche Einschnitte warum notwendig seien, würden diese auch akzeptiert, ist Androsch überzeugt. Gefahr im Verzug, wenn Reformen nicht endlich angegangen werden, orten auch Industriellenvereinigung und Wirtschaftskammer. Industrie-Präsident Veit Sorge und Wirtschaftskammer-Boss Christoph Leitl fürchten inzwischen um den Aufschwung und fordern rasche Maßnahmen. Freilich haben die Vertreter der Arbeitgeberseite bei ihren Vorschlägen vor allem ihre eigene Klientel im Auge, was für Interessenvertreteraber nicht nur erwartbar, sondern eigentlich legitim ist. Vor allem, weil die beiden mächtigen Institutionen durchaus für einen nationalen Zukunftspakt" zu gewinnen wären. Schließlich geht es langfristig um Wirtschaftswachstum und damit um die Zukunft der österreichischen Unternehmen.
Rückgänge auf Rekordniveau.
Betrachtet man die jüngsten Jahresergebnisse, so scheint diese Zukunft vorerst gesichert. Die Rückgänge der Umsätze im vergangenen Geschäftsjahr waren zwar für sich betrachtet teilweise dramatisch. Allein die OMV, Österreichs größter Konzern, hat 7,6 Milliarden Euro an Umsatz verloren. Der Rückgang auf17,9 Milliarden Euro entspricht einem Minus von 30 Prozent. Aber nicht nur das hervorragende erste Quartal 2010, das einen Umsatzanstieg von 23 Prozent brachte, relativiert die Zahlen von 2009. Zu beachten ist nämlich auch, dass sämtliche Einbußen großer Konzerne vom Niveau des Rekordjahrs 2008 aus betrachtet werden, das am Ende einer jahrelangen, noch nie dagewesenen Boomphase stand. Legt man einen längeren Beobachtungszeitraumzugrunde, so befinden sich die Zahlen 2009 noch auf einem sehr hohen Niveau. Besonders markant formulierte das der Vorstandsvorsitzende der Voestalpine, Wolfgang Eder, Anfang Juni bei der Bilanzpräsentation des Linzer Stahlkonzerns: Ich möchte darauf verweisen, dass diese Jahresbilanztrotz des Umsatzrückgangs von27 Prozent und des Minus von 70 Prozent beim Jahresüberschuss noch bei meinem Antreten als Vorstandsvorsitzender im Jahr2004 ein noch nie erreichtes Rekordergebnisdargestellt hätte. Ausgezeichnet hat sich die Voestalpine mit ihrem aktuellen Jahresergebnis zudem, weil es weltweit kaum einem Stahlkonzern gelungen ist, 2009 schwarze Zahlen zu schreiben. Die Linzer Stahlschmiede, die über 39.000Menschen beschäftigt, tut dies hingegen in allen ihren Divisionen. Die Stahlindustrie wird von Wirtschaftsforschern gern als Indikator für die gesamtwirtschaftliche Situation genommen. Denn die Auftragseingänge und deren Verteilung auf verschiedene Branchen zeigen die aktuelle Situation vieler anderer Wirtschaftsbereiche. So kann man anhand der Voestalpine-Jahresergebnisse ablesen, dass die Konjunktur in der Automobilindustrie wieder anspringt. Die Bereiche Bahninfrastruktur, Alternativenergie und Hausgeräteindustrieweisen eine stabil gute Nachfrage auf. Von einer positiven Trendwendeberichtet die Auftragslage der Voestalpine im konventionellen Energiebereich, im Maschinen- und Werkzeugbau sowie im Nutzfahrzeugbereich. Einzig die Sektoren Bau und Luftfahrt lassen als Sorgenkinder der Industrie bisher nur wenig Belebung erkennen.
Herausforderung am Bau.
Noch im Vorjahr schätzte Strabag-Boss Hans Peter Haselsteiner, dass die Baubranche erst 2013 vom Abschwung betrogen sein werde. Er begründete dies mit der Konsolidierung vieler Staatsbudgets, die zu einer Reduktion von öffentlichen Aufträgen führen würden. Diese Prognose erweist sich inhaltlich als höchst treffend, allerdings verschiebt sie sich auf der Zeitachse nicht zuletzt wegen des Griechenland-Desasters nach vorne. Schon jetzt haben sämtliche Staaten Europas den Sparstift gezückt. Auch in Österreichwerden derzeit auf Veranlassung von Infrastrukturministerin Doris Bures viele öffentliche Bauvorhaben evaluiert. Dabei soll eine Prioritätenliste entstehen. Und das bedeutet nichts anderes als die Verschiebung zahlreicher Bauvorhaben um Jahre, bis sich die Budgetlage gebessert hat. Sogar Großprojekte wie der Koralmtunnel stehen zur Disposition, was aber wohl erst nach der steirischen Landtagswahl öffentlich diskutiert werden wird. Für die Strabag, den heimischen Primus der Baubranche, erweist sich erneut die breiteglobale Aufstellung als entscheidender Vorteil. Sie pro_ tiert von den Konjunkturprogrammen in vielen Ländern der Eurozone. Das Unternehmen vermeldete zum Abschluss des ersten Quartals um ein Fünftel mehr neue Aufträge für Straßen- und andere Infrastrukturbauten. Gestützt darauf, erwartet Haselsteiner einen stabilen Umsatz und ein Ergebnis auf Vorjahresniveau. Ich sehe keine Veranlassung, meinen Ausblick auf das Gesamtjahr 2010 von Ende April zu ändern. Ich gehe weiter davon aus, das Geschäftsjahr sowohl bei der Leistung als auch beim Ergebnis auf Vorjahresniveau abschließen zu können, so der Strabag-Chef. Mit 15,6 Milliarden Euro an Aufträgen steht per Ende März bereits deutlich mehr in den Büchern, als der Vorjahresumsatz insgesamt ausgemacht hat. Der Zuwachs ist laut Haselsteiner großteils auf die im Vorjahr erhaltenen Infrastrukturprojekte in Polen zurückzuführen. Allein in diesem Markt sei der Auftragsbestand um mehr als1,8 Milliarden Euro gestiegen. Polen avanciert damit zum zweitwichtigsten Markt für die Strabag. Nummer eins bleibt Deutschland, wo der Baukonzern rund ein Drittel seines Geschäfts macht.
Keine Flaute für Lebensmittel.
Voll auf die Inlandsnachfrage verlassen kann sich hingegen der Handel. Der heimische Lebensmittelhandelstellt eine echte Ausnahmebranche dar. Erneut und trotz des ohnehin schon sehr hohen Niveaus haben sowohl die Rewe-Gruppe (Billa, Merkur, Bipa, Penny und Adeg) als auch der Spar-Konzern 2009 zulegen können. Die beiden Erzrivalen haben die Konkurrenz weiter abgehängt und sogar den bislang einzigartig erfolgreichen Diskonten Marktanteile abgenommen. So verlor Hofer laut der Berechnung von AC Nielsen erstmals Marktanteile. Das Kopf-an-Kopf-Rennen von Rewe International Austria und Spar Österreich bleibt weiter spannend. Die sehr eigenständige Austro-Tochter des deutschen Konzerns liegt per Ende 2009 mit einem Umsatz von 11,55 Milliarden Euro vor dem Salzburger Familienunternehmen, das 11,23 Milliarden Euro ausweist. Als Arbeitgeber hat Spar mit 70.500 Beschäftigten die Nase vor Rewe, die 67.800 Arbeitsplätze bietet. Da beide Handelsketten heuer expandieren wollen und hohe Summeninvestieren, ist der Ausgang des ewigen Matches 2010 völlig o_ en. Warum der Lebensmittelhandel 2009 so gut abgeschnitten hat, erklärt Rewe-Chef Frank Hensel wie folgt: Der Handel sei insgesamt weniger stark getroffen als andere Branchen, weil es im Vorjahr eine Reihe von positiven Effekten gegeben habe: hohe Kollektivvertragsabschlüsse und eine Steuerreform. Dies habe zu einer höheren Kaufkraft in Österreich geführt. Zudem profitierten die Konsumenten von einer Handel, also von durchschnittlich um 2,5 Prozent gesunkenen Preisen. Damit sei es gelungen, das Kerngeschäft stabil zuhalten, so der Rewe-Boss. Allerdings: 2010 wird ein härteres Jahr als 2009, ist Hensel überzeugt. Denn heuer fehlen die Sondereffekte. Seine Strategie, in schwierigen Zeiten verstärkt zu investieren, will der Boss von Rewe International trotzdem beibehalten. Immerhin hat es sich bislang ausgezahlt. Im Citybereich will der Branchenprimus mit einer neuen Markereüssieren: Die Bella Box soll vor allem Lebensmittel zum sofortigen Verzehranbieten, also im Bereich von Snack und Fastfood eine neue Klientel erreichen. Hensel sieht Potenzial für gut 100 Standorte. Investiert wird auch bei Spar, allerdings in größere Formate, wie Spar-Chef Gerhard Drexel ankündigt: Wir feiern das 40-jährigeBestehen von Interspar und werden zu diesem Anlass 60 Millionen Euro in den Ausbau dieser Schiene stecken. Sechs Hypermärkte werden komplett erneuert und vier weitere Interspar-Märkte an neuen Standorten eröffnet. Besonders stolz kann Drexel auf den Erfolgseiner Eigenmarke S-Budget im Bestpreissegmentsein. Mit dieser ist es ihm gelungen, den erfolgsverwöhnten Diskontern Paroli zu bieten. S-Budget ist im vergangenen Jahr um 111 Prozent gewachsen, berichtet Drexel. Er weiß, dass diese Eigenmarke noch einiges an Potenzial hat und vor allem in Krisenzeiten mehr Konsumenten anspricht.
Bremsspur im Autohandel.
Gespart haben die Konsumenten im Vorjahr beim Auto. Es werden nicht weniger Fahrzeuge gekauft, aber wir spüren deutlich, dass viele Fahrer beim Neukauf eine günstigere Klasse als ihr vorhergehendes Auto wählen, erklärt Burkhard Ernst, Gremialobmann des Fahrzeughandels. Er fordert die Politik vehement auf, sich für eine neue Au_ age der Verschrottungsprämie zu entscheiden. Diese Maßnahme bringt dem Staat unterm Strichmehr Geld, als sie kostet. Es wäre nicht nur eine deutliche Belebung für die gesamte Fahrzeugindustrie, sondern würde auch unsere Klimabilanz nachhaltig verbessern. Denn jene alten Autos, die wir damit von den heimischen Straßen holen, zählen zu den stärksten Verschmutzern, so der Obmann der Fahrzeughändler. Aus der Politik sind derzeit allerdings keine diesbezüglichen Signale zu erkennen. Dabei war die erste Verschrottungsaktion ein voller Erfolg, auch finanziell.













